COPD & Lungenemphysem

COPD & Lungenemphysem - Umfassende Diagnostik und individuelle Behandlung

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege. Typische Beschwerden sind anhaltender Husten, vermehrter Auswurf sowie eine zunehmende Atemnot – zunächst häufig bei körperlicher Belastung, im fortgeschrittenen Stadium auch bei alltäglichen Aktivitäten oder in Ruhe.

Im Verlauf einer COPD kann zusätzlich ein Lungenemphysem entstehen. Dabei werden die feinen Strukturen der Lungenbläschen dauerhaft geschädigt. Die Lunge verliert an Elastizität und kann die eingeatmete Luft nicht mehr ausreichend ausatmen. Es kommt zu einer zunehmenden Überblähung der Lunge, die das Atmen erschweren und die körperliche Belastbarkeit erheblich einschränken kann.

In unserer pneumologischen Praxis bieten wir eine umfassende Diagnostik, Behandlung und langfristige Betreuung von Patientinnen und Patienten mit COPD und Lungenemphysem an.

Präzise Diagnostik als Grundlage der Behandlung

COPD ist nicht bei jedem Patienten gleich. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine differenzierte Beurteilung der Erkrankung und ihres individuellen Schweregrades.

Je nach Beschwerdebild und medizinischer Fragestellung kommen verschiedene Untersuchungsverfahren zum Einsatz. Hierzu gehören insbesondere die ausführliche Lungenfunktionsdiagnostik, die Bodyplethysmographie und Diffusionsmessung sowie bei entsprechender Indikation die Blutgasanalyse und weitere diagnostische Verfahren.

Neben den Messwerten berücksichtigen wir die Häufigkeit akuter Verschlechterungen (Exazerbationen), bestehende Begleiterkrankungen, die körperliche Belastbarkeit und die Einschränkungen im täglichen Leben.

Bei einem Lungenemphysem kann darüber hinaus eine weiterführende bildgebende und funktionelle Diagnostik erforderlich sein, um Ausprägung und Verteilung des Emphysems genauer zu beurteilen.

Individuelle COPD-Therapie

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse erstellen wir ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.

Neben einer optimal eingestellten medikamentösen und inhalativen Therapie gehören dazu die regelmäßige Kontrolle der Lungenfunktion, die Überprüfung und Schulung der richtigen Inhalationstechnik sowie die Beratung zu weiteren therapeutischen Möglichkeiten.

Bei fortgeschrittener Erkrankung prüfen wir zudem die Indikation für eine Sauerstoff-Langzeittherapie oder weitere unterstützende Maßnahmen.

Unser Ziel ist es, Atemnot und andere Beschwerden möglichst wirksam zu reduzieren, akute Verschlechterungen zu vermeiden und die körperliche Belastbarkeit sowie die Lebensqualität langfristig zu erhalten.

Schwere COPD und fortgeschrittenes Lungenemphysem

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit schweren und komplexen Verlaufsformen der COPD und des Lungenemphysems.

Wenn trotz einer optimalen medikamentösen Behandlung weiterhin eine ausgeprägte Atemnot, eine erhebliche Lungenüberblähung oder eine starke Einschränkung der Belastbarkeit besteht, können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten weiterführende Therapieverfahren infrage kommen.

Hierfür erfolgt eine individuelle Beurteilung der Erkrankung und – sofern erforderlich – eine weiterführende Vorstellung in einem spezialisierten pneumologischen Zentrum.

Kooperation mit der Thoraxklinik Heidelberg
Bei schweren Formen der COPD und des Lungenemphysems arbeiten wir eng mit der Thoraxklinik Heidelberg zusammen. Gemeinsam können wir bei geeigneten Patientinnen und Patienten prüfen, ob neben der medikamentösen Standardtherapie zusätzliche spezialisierte oder interventionelle Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll sind. Hierzu gehören insbesondere Verfahren der endoskopischen Lungenvolumenreduktion. Ziel dieser Verfahren ist es, bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit ausgeprägtem Lungenemphysem die Überblähung der Lunge zu reduzieren und dadurch die Atemmechanik, Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern. Zu den etablierten interventionellen Möglichkeiten gehört beispielsweise die bronchoskopische Implantation von Endobronchialventilen. Abhängig von der individuellen Form und Verteilung des Lungenemphysems können in spezialisierten Zentren auch weitere endoskopische oder chirurgische Verfahren geprüft werden. Welche Therapie geeignet ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab und erfordert eine sorgfältige pneumologische, funktionelle und bildgebende Beurteilung.
Moderne medikamentöse Therapien und Antikörpertherapie

Die Behandlung der COPD entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neben den etablierten inhalativen Medikamenten stehen für bestimmte Patientengruppen zunehmend spezialisierte medikamentöse Therapieansätze zur Verfügung.

Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit entsprechender medizinischer Indikation kann daher auch geprüft werden, ob eine moderne Biologika- bzw. Antikörpertherapie als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit infrage kommt.

Die Entscheidung für eine solche Therapie erfolgt nach einer differenzierten Beurteilung des individuellen Krankheitsbildes und der bisherigen Behandlung

Langfristige und persönliche Betreuung

COPD und Lungenemphysem sind chronische Erkrankungen, die eine kontinuierliche medizinische Begleitung erfordern. Deshalb endet unsere Betreuung nicht mit der Diagnosestellung.

Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten langfristig, kontrollieren den Krankheitsverlauf und passen die Therapie bei Bedarf an. Bei schweren Krankheitsverläufen koordinieren wir gemeinsam mit spezialisierten Zentren wie der Thoraxklinik Heidelberg die weiterführende Diagnostik und Therapie.

Unser Ziel ist eine moderne, individuell abgestimmte Behandlung – von der frühen COPD bis hin zu komplexen und fortgeschrittenen Formen des Lungenemphysems.

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